Neue Medien, Werbung und Design, digitale Bildverarbeitung

Medienerfahrungen und die daraus resultierende Bilderflut werden für unsere Schüler immer wichtiger. Der Bund Deutscher Künstler (BDK) weist auf die Notwendigkeit des Faches Kunst und des Lernens eines Umgangs mit Bildmedien hin:

„Gerade das Fach Kunst, so der BDK, ermögliche eine differenzierte Welterkenntnis und –Deutung sowie die Erstellung von Weltentwürfen. Differenzerfahrungen und das Denken in Alternativen werden hervorragend im Fach Kunst ausgebildet. Das zur Verfügung stehende Bildreservoir vermittelt nicht nur historisches und ikonografisches Wissen, sondern auch die Kompetenz, kritisch mit „der expandierenden Macht der Bildmedien“ umzugehen. Die ästhetische Praxis erlaube darüber hinaus „Primärerfahrungen mit Material, Form und Verarbeitung“.“ (Zitiert nach Bering: Kunstdidaktik, 2006, S.91)

Der Kurs gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil

theoretischer Teil

Die Entwicklungsgeschichte des Designs und der Fotografie

Von den Anfängen bis zur Gegenwart: die technische Entwicklung des Designs und der Fotografie und ihre Anwendung als freies künstlerisches und angewandtes Medium

Bedeutende Designer / Fotografen in Vergangenheit und Gegenwart

Übersicht über die Künstler, die das Medium der Fotografie entscheidend entwickelt und beeinflusst haben

Technische und gestalterische Grundlagen des Designs und der Fotografie

Vermittlung grundlegender Kenntnisse im Bereich Grafik-Design. Es bezeichnet die visuelle Gestaltung der graphische Elemente enthaltenden schriftlichen und bildlichen Nachrichten unter Anwendung künstlerischer und technischer Mittel.

  • Vermittlung grundlegender Kenntnisse über die Funktionsweise einer Kamera.
  • Unterschiede zwischen analoger und Digitalfotografie (Entwicklung von Filmen im Labor im Gegensatz zur Speicherung und Verarbeitung digitaler Bilddateien)
  • Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung, Einführung in ein Bildbearbeitungsprogramm wie Adobe Photoshop oder Gimp
  • Manipulationsmöglichkeiten mit Hilfe der digitalen Bildbearbeitung und die negativen und positiven Aspekte ihrer Anwendung.
  • Juristische Aspekte der Erstellung und Verbreitung von Fotos im Internet und anderen Medien.
  • Parallelen zu anderen Kunstformen wie der Malerei.

Mögliche Themen für praktische Arbeiten:

Erstellung einer Corporate Identity (CI) für das Leibniz-Gymnasium und eines persönlichen Anliegens (Selbstdarstellung / eigene Bewerbung)

  • Neues Schullogo
  • Neue Geschäftsausstattung
  • Neue Schulbroschüre
  • Logo für die Bibliothek
  • Kalender
  • Individuelle Hausaufgabenhefte
  • Aufkleber, Tragetaschen, T-Shirts, etc.
  • Fotografische Portraits, Selbstdarstellungen
  • Freies künstlerisches Fotothema

Voraussetzungen für Kursteilnehmer

  • Interesse an Design und an Computerarbeit (Vorkenntnisse auf dem Gebiet der digitalen Bildbearbeitung sind wünschenswert, aber nicht unbedingt erforderlich)
  • Gute zeichnerische Fähigkeiten (diese sind v.a. für die Entwicklung einer Werbekampagne notwendig, weil auch zeichnerische Entwürfe erstellt werden sollen.)

Lernziele

  • Die Schüler/innen sollen ein kritisches Bewusstsein im Umgang mit modernen Bildmedien entwickeln.Sie sollen die Wirkungsmechanismen von fotografischen Bildern im Kontext von Werbung, Presse und Internet erkennen und dadurch kritisch mit ihnen umgehen können.
  • Sie sollen lernen, wie man die technischen Möglichkeiten von Gimp und anderen Layout-Programmen gestalterisch nutzen kann.
  • Nach einer Einführungsphase sollen sie in der Lage sein, mit einem Bildbearbeitungsprogramm Fotos zu bearbeiten (von einfachen Retuschen bis zu aufwändigen Bildmontagen) oder mit einem Layout-Programm einfache Grafiken zu erstellen.
  • Die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten sollen in eigenen Gestaltungsarbeiten möglichst selbständig und kreativ angewendet werden.

Der Kurs wird von Frau Pruß geleitet.

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