Physik - Individuelle Förderung

Der einfachste Versuch, den man selbst durchführt,
ist besser als der schönste Versuch, den man sieht.
Michael Faraday (1791-1867)

Individuelle Förderung findet am Leibniz in jeder Unterrichtsstunde statt, für die Lehrerinnen und Lehrer gehört individuelle Förderung zum täglichen Geschäft, zum pädagogischen Imperativ und zum Berufsethos. Unterricht ist an Schulcurricula, Kernlehrpläne, zentrale Prüfungen und an dem äußeren Organisationsrahmen gebunden.

Darüber hinaus können die Schülerinnen und ihre und seine Interessen probieren, präzisieren und ausschärfen im besonderen Angebot der Schule.

Im Fach Physik wird neben den selbstverständlichen Grundkursen und Leistungskursen in der Oberstufe folgendes angeboten:

Sekundarstufe I

Physik-AG für die 6. Klassen

"Das Wichtigste ist, dass du nie aufhörst zu fragen. Verliere niemals die heilige Neugier."
Albert Einstein 1879 – 1955

In der 5. Klasse wurden im Physikunterricht spannende Experimente durchgeführt, beobachtet und Erklärungen gefunden. Mehr Physik ist in der Erprobungsstufe (5. und 6. Klasse) in NRW im Regelunterricht nicht vorgesehen.

In der 5. Klasse wurden im Physikunterricht spannende Experimente durchgeführt, beobachtet und Erklärungen gefunden. Mehr Physik ist in der Erprobungsstufe (5. und 6. Klasse) in NRW im Regelunterricht nicht vorgesehen.

Die physikbegeisterten Schülerinnen und Schüler des Leibniz – Gymnasiums haben in der 6. Klasse die Möglichkeit, im Rahmen einer AG weiter verblüffende, spannende und faszinierende Experimente zu erleben.

Sie dürfen gerne Experimente oder Experimentieranleitungen mitbringen und eigene Fragestellungen entwickeln wie Forscher.

 

Freestyle physics

Jedes Jahr kurz vor den Sommerferien findet an der Universität Duisburg das riesige Physik – Ereignis „freestyle physics“ in einem eigens dafür aufgebauten Zelt statt.

Am Leibniz bereiten SchülerInnengruppen jeweils in den Sommerhalbjahren ihre Beiträge zum Wettbewerb vor und haben beim Ausflug zur Universität viel Spaß, auch wenn sie nicht unter den ersten Preisträgern sind.

SchülerInnengruppen der Jahrgangsstufen 5 – Q2 sind eingeladen, in drei Monaten zu praktischen, anspruchsvollen Aufgaben mit physikalischem Hintergrund, wie z.B. Wasserraketen, Papierflieger unkonventionelle Lösungen zu entwickeln und sie im Wettbewerb an der Universität Duisburg – Essen zu präsentieren.

Die Jury, die jede Konstruktion genau unter die Lupe nimmt, besteht aus Professoren und Doktoren der Physik.

Ein attraktives Rahmenprogramm aus Vorträgen, Laborführungen und Experimentalpraktika begleitet den Wettbewerb.

Die wesentlichen Ziele des freestyle physics Wettbewerbs, der von der Mercator Stiftung gesponsert wird, sind junge Menschen für naturwissenschaftliche Fächer zu begeistern und Möglichkeiten zu schaffen, sich selbstständig mit neuen Inhalten auseinanderzusetzen. Nicht zuletzt erfahren junge Menschen an den Wettbewerbstagen im vollen Zelt, dass sie mit ihrer naturwissenschaftlichen Begeisterung nicht alleine sind.

Alle Konstruktionen müssen ohne vorgefertigte Bauteile auskommen, Kreativität und handwerkliches Geschick und originelle Lösungen sind gefragt.

Einige Konstruktionsaufgaben der letzten Jahre:

  • Kettenreaktion: Eine Folge von phantasievollen Kombinationen möglichst vieler physikalischer Effekte, die einmal gestartet selbstständig weiterläuft.
  • Ahornsamen: Ein „Fluggerät“ aus einem Blatt Papier, das möglichst langsam und senkrecht zu Boden sinkt.
  • Digitaler Rechner: Eine Rechenmaschine, die selbstständig addieren kann
  • Papierbrücke: Eine klapp- ausfahr- oder zerlegbare Brücke mit minimalem Eigengewicht aus Papier, die einen Abstand von 80 cm überbrückt und in der Mitte ein Gewicht von 400 g trägt

Weitere Informationen sind auf der Homepage von freestyle physics zu finden.

Freestyle physics 2017 - Anmeldung

Freestyle physics 2017 - Bericht

Ausbildung zum Laborassistenten

Schülerinnen und Schüler erlernen, wie man Andere zum effektiven Lernen und Experimentieren anleitet.

Das Leibniz-Gymnasium nimmt an dem Ganz In II Teilprojekt Laborhelfer der Physikdidaktik teil. Ziel des Projekts ist es, Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse als „Laborassistenten“ zur Betreuung von Experimenten mit jüngeren Schülerinnen und Schülern auszubilden. Nach der Ausbildung können unsere Schülerinnen und Schüler vielfältige Betreuungsaufgaben an der Schule übernehmen (Pausenangebote, AG-Betreuung, Tag der offenen Tür, …).

Unser Laborassistenten-Projekt ist Teil eines Forschungsprojektes von Prof. Dr. Hendrik Härtig (Universität Duisburg-Essen), Prof. Dr. Hans E. Fischer (Universität Duisburg-Essen), Prof. Dr. Heiko Krabbe (Ruhr-Universität Bochum)  und Thomas Schlake (Universität Duisburg-Essen).

Im Rahmen dieser Ausbildung lernen unsere Schülerinnen und Schüler auch, wie man naturwissenschaftlich arbeitet, physikalische Experimente anleitet und auf welche Sicherheitsaspekte geachtet werden muss. Die Ausbildung umfasst ein Gerätepraktikum mit Sicherheitsunterweisung, die praktischen Betreuung von Schülerangeboten und einem Wochenendseminar, in dem günstige Verhaltensweisen bei der Betreuung von jüngeren Schülern vermittelt und eingeübt werden. Nach Abschluss der drei Teile erhalten die Laborhelfer ein Zertifikat.

In dem Seminar erlernen die SchülerInnen, wie sie jüngere SchülerInnen bei einem möglichst selbständigen und gleichzeitig zielorientierten Experimentieren unterstützen können. Dieses Wissen ist nicht nur für die Laborhelfertätigkeit wichtig, sondern kann übertragen auch für andere Betreuungssituationen, z.B. Nachhilfe, gewinnbringend vom Lernenden genutzt werden. Nicht zuletzt können erste Erfahrungen in zukünftigen Berufsfeldern gesammelt werden.

Der Erfolg des Ausbildungskonzeptes des Wochenendseminares soll wissenschaftlich evaluiert werden.

Das Projekt ist ein Forschungsprojekt von Physikdidaktik - Professoren und Thomas Schlake (Universität Duisburg-Essen)

Wir freuen uns, am Projekt teilnehmen zu dürfen.

Laborassistenten an der Uni Essen (2017-1)

Laborassistenten an der Uni Essen (2017-2)

Neigungskurse

Neigungskurse finden in den Jahrgangsstufen 7 & 8 statt und umfassen eine Schulstunde pro Woche. In diesen Kursen sollen Inhalte aus dem Alltag der Schüler/ -innen im Vordergrund stehen. Der Fokus  wird dabei auf das eigenständige Erfahren und selbstständige Handeln gesetzt.

unsere Angebote:

NaTeWe

Durch die Einführung von Neigungskursen können den Schülern/ -innen im Fach Naturwissenschaft-Technik-Werken für ihr späteres selbstständiges Leben sowie deren Gestaltung wichtige handwerkliche Grundkompetenzen vermittelt werden. Daher steht im Vordergrund des Unterrichts das Erlernen und Verwenden von handwerklichen Gegenständen und Werkstoffen, mit welchen die Schüler/ -innen Werke aus dem Bereich der Naturwissenschaften erschaffen und deren Funktion und Hintergrund untersuchen.

Unter anderem wird hier ein Bindeglied zwischen mathematischem, naturwissenschaftlichem und technischem Wissen und praktischer Anwendung geschaffen.

NaTeWe Berich_2017_1

NaTeWe Bericht_2017_2

 

Exkursionen

Neben den innerschulischen Erfahrungen bietet das Leibniz seinen Schülern (im Klassenverband) weitere außerschulische Angebote im Mint-Bereich an. Bei diesen lernen die Schüler/innen handlungsorientiert Phänomene und Vorgänge aus ihrem Leben kennen.

Eine Übersicht unserer Exkursionen:

Sekundarstufe II

Leistungskurse

Das Leibniz-Gymnasium kann auch im Fach Physik dem großen Interesse der Schülerschaft an den Naturwissenschaften gerecht werden und so kommt jedes Jahr ein Leistungskurs mit ca. 20 Schüler/ -innen zustande.

Projektkurs

Der Astrophysik-Projektkurs wird in der Q2 angeboten. Das Referenzfach ist Physik, es können aber auch katholische oder evangelische Religion oder Philosophie möglich sein. Schülerinnen und Schüler, die in der Q2 einen Projektkurs belegen, müssen in der Q1 keine Facharbeit anfertigen.

Es besteht die Möglichkeit, zu einem astrophysikalischen Thema eine besondere Lernleistung anzufertigen.

Zu allen Zeiten blicken die Menschen nicht nur in lauen Sommernächten zum Himmel, still ahnend, welch tragische Würde das Menschsein den Menschen aufbürdet. Astrophysik spricht alle an: Wer in eine Gesellschaft gerät, wo nicht jeder jeden kennt und gefragt wird, welche Interessen er hat, kann Physik sagen und das Gespräch ist meistens sehr schnell beendet. Er kann Astrophysik sagen und der Gesprächsstoff für Stunden ist gesichert, vielleicht auch eine neue Bekanntschaft oder gar Freundschaft!

Nach einem Einführungsteil arbeiten die Schülerinnen und selbstständig an ihrem selbstgewählten Thema. Am Ende des Halbjahres, kurz vor der Abiturzulassung, veranstalten wir Kolloquien am Nachmittag, an denen die Projekte der Schulgemeinde kurz und präzise bei Kaffee und Kuchen dargestellt werden.

Titel einiger Projektarbeiten aus dem vorigen Jahr:

Facharbeiten

Alle Schülerinnen und Schüler müssen in der Qualifikationsphase eine kleine wissenschaftliche Arbeit schreiben oder in einem Projekt wissenschaftlich begründet kreativ ein Produkt schaffen. An unserer Schule ersetzt die Facharbeit die erste Klausur in der Q1.2. Schülerinnen und Schüler, die in der Q2 einen Projektkurs belegen, müssen keine Facharbeit schreiben.

Die formalen Hinweise und Kriterien für Facharbeiten und Projektarbeiten sind ähnlich, allerdings lässt eine Projektarbeit auch Raum für andere Objekte: Man kann Filme drehen, Leinwände gestalten, literarisch tätig sein, komponieren oder auf anderen kreativen Wegen ein Produkt schaffen.

Im Fach Physik werden Facharbeiten mit einem experimentellen Teil geschrieben, die Schülerinnen und Schüler finden ein zu ihrer Interessenlage passendes Thema und forschen ein Stück weit selber mit so viel Anleitung, wie individuell nötig. Sie stellen sich wie ein Forscher selber Fragen und machen sich auf den Weg, diese zu beantworten.

Themenbeispiele aus den vorigen Jahren:

In Zusammenarbeit mit der Hochschule Ruhr West können Facharbeiten der Oberstufe betreut werden. Hierbei lernen die Schüler/innen wissenschaftliche Arbeitstechniken kennen, die für ein erfolgreiches Studium Voraussetzung sind. Außerdem erhalten sie einen Einblick in die aktuelle Forschung und können selbst in den Laboren zu ihren Facharbeitsthema forschen. Dabei haben sie ebenfalls die Möglichkeit Fachliteratur aus der Bibliothek auszuleihen.

Folgende Fächer können betreut werden: Physik, Biologie, Mathematik, Technik & Informatik Bei Interesse sendet ihr bitte eine Mail mit euren Vorstellungen und dem Zeitrahmen an mint4u@hs-ruhrwest.de.

Besondere Lernleistungen

Die besondere Lernleistung wie die Facharbeit stellen die Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe vor die für sie neuartige Anforderung einer besonderen wissenschaftspropädeutischen oder künstlerischen Arbeit. Die besondere Lernleistung unterscheidet sich von einer Facharbeit in ihren erheblich weitergehenden Anforderungen hinsichtlich Umfang, Wissenschaftsorientierung und Eigenständigkeit der Leistung.

Der schriftliche Teil der besonderen Lernleistung geht über die Ziele und Anforderungen der Facharbeit hinaus. Er unterscheidet sich von ihr
• durch einen höheren Grad an Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit
• durch ein höheres Anforderungsniveau und eine komplexere Aufgabenstellung
• im größeren Anteil originärer und empirischer Forschung
• im Umfang und der zeitlichen Anlage
• im höheren Anspruch an die wissenschaftliche Vertiefung und sprachliche Verarbeitung
• in den vielfältigeren thematischen und methodischen Gestaltungsmöglichkeiten.
Der Umfang des schriftlichen Teils einer besonderen Lernleistung sollte etwa 30 Textseiten umfassen.

Das abschließende Kolloquium dient der Präsentation des Arbeitsergebnisses, der Überprüfung des fachlichen Verständnisses des gewählten Themas oder Problems sowie der Reflexion verschiedener Erkenntnisperspektiven. Die Schülerin bzw. der Schüler stellt im ersten Teil des Kolloquiums in einem zusammenhängenden Vortrag, i. d. R. unterstützt von adäquaten Präsentationsmaterialien, mit fundierten Kenntnissen zu Zielen, Methoden, nhaltlichen Details und Ergebnissen ihre oder seine Arbeit vor und weist sich damit als Autorin oder Autor aus. In dem sich anschließenden Prüfungsgespräch werden die Erkenntnisse und die Beherrschung weiter reichender und größerer fachlicher und überfachlicher Zusammenhänge sowie Handlungs- und Transfermöglichkeiten thematisiert.

Die Besonderen Lernleistungen in Physik sind aus den zuvor besuchten Projektkursen hervorgegangen, z.B.:

Vom Weltenbaum über Kopernikus zum neuzeitlichen Bild vom Universum

 

Abiturpreis

Die deutsche physikalische Gesellschaft ehrt jedes Jahr Abiturientinnen und Abiturienten für herausragende Leistungen im Fach Physik, indem sie diese Schülerinnen und Schüler für ein Jahr in ihrem erlesenen Kreis aufnimmt.

Die über 200 Jahre alte Deutsche Physikalische Gesellschaft ist die älteste nationale und mit über 62.000 Mitgliedern auch größte physikalische Fachgesellschaft der Welt. Sie versteht sich als Forum und Sprachrohr der Physik und verfolgt als gemeinnütziger Verein keine wirtschaftlichen Interessen.

Die DPG unterstützt den Gedankenaustausch innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft, fördert den Physik-Unterricht und möchte darüber hinaus allen Neugierigen ein Fenster zur Physik öffnen. In der DPG sind Nobelpreisträger, Professorinnen Studierende, Lehrerinnen oder einfach nur an Physik interessierte Personen ebenso vertreten wie Wissenschaftsjournalisten und Patentanwälte. Weltberühmte Mitglieder hatte die DPG immer schon. So waren Albert Einstein, Hermann von Helmholtz und Max Planck einst Präsidenten der DPG.

Ehrungen 2017

Exkursionen

Neben den zahlreichen Wettbewerben und den Fortbildungen an der Universität Duisburg-Essen, findet in der EF auch eine Exkursion zur Uni statt.

Hier zum Bericht aus dem Jahr 2017.

Berufsorientierung

Zur Berufsorientierung der Schüler bietet uns u.a. die Hochschule Ruhr West Workshops an. Zusätzlich können die Schüler/innen der Einführungsphase ein Praktikum bei Evonik, BP oder an der Hochschule Ruhr West machen. Für weitere Informationen zu einem Praktikum an der Hochschule Ruhr West klicken Sie hier.

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