Wahlpflichtunterricht - Kunst und Geschichte

Das Differenzierungsangebot Geschichte - Kunst besteht mittlerweile seit einigen Jahren am Leibniz-Gymnasium.

Die Schülerinnen und Schüler, die in den vergangenen Jahren dieses Angebot gewählt haben, interessierten sich z. B. dafür, warum Kirchen, Fabriken oder Häuser, die Kleidung von Leuten heute oder vor 100 Jahren, Fotos von Menschen in Zeitungen oder auf Plakaten, Bilder von Künstlern, Inneneinrichtungen von Wohnungen, Filme über Cowboys, oder Denkmäler der Vergangenheit so aussahen oder aussehen, wie sie es taten oder tun.

Manchmal gab es auch einen Kurs, der wissen wollte, welche körperlichen Schönheitsvorstellungen vom Menschen zu welchen Zeiten bestanden. Eine andere Gruppe hatte Interesse zu erfahren, was eigentlich eine gotische Kirche ist oder was man unter Popart versteht. Oder ob Bilder lügen können. Und es kam auch vor, dass die Kursmitglieder Lust hatten, selbst Kunstwerke zu schaffen: Die Wünsche gingen dann dahin, selbst etwas Kreatives, also selbst Geschaffenes, auf die Beine zu stellen.

Ihr merkt schon: Was gemacht wird, bestimmen in erster Linie die Kursmitglieder selber. Das heißt, es ist erwünscht, Ideen oder Wünsche zu haben, was man gerne machen bzw. lernen möchte. Und das bedeutet im Umkehrschluss: Diejenigen Schülerinnen oder Schüler, die sich gar nicht für Menschen oder deren Umfeld interessieren und eher lustlos sind, sind vielleicht in diesem Kurs weniger gut aufgehoben.

Die erste Unterrichtsreihe soll dazu dienen, die methodische Arbeitsweise klar zu machen: Wir werden uns mit der Frage beschäftigen, warum das Leibniz-Gymnasium so aussieht, wie es aussieht: Wir sprechen also über das äußere Erscheinungsbild (Kunst) und suchen eine Erklärung in der Entstehungszeit (Geschichte). Die nachfolgende Unterrichtsreihe wird dann schon vom Kurs per Abstimmung festgelegt.

Gewünscht werden also Schülerinnen und Schüler, die neugierig sind und Interesse daran haben, sich mit dem Aussehen und der Darstellung von Menschen und deren Dinge und Umwelt zu beschäftigen. Auch sollte man bereit sein, mal einen Bleistift in die Hand zu nehmen oder eine Präsentation zu erstellen. Denn immer werden im Verlauf der beiden Jahre Ausstellungen im Schulgebäude umgesetzt. Deshalb eignet sich der angebotene Kurs vor allem auch für Schülerinnen und Schüler, die Freude daran haben, etwas eigenverantwortlich zu realisieren.

Das Angebot also: Die Neugier und das Interesse der Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer prägen den inhaltlichen Verlauf der beiden Jahre, denn die Schülerinnen und Schüler können ganz entscheidend Einfluss auf die Inhalte des Unterrichts und die Art der benoteten Kursarbeiten nehmen. Alle Themen des Unterrichts und die Art und Weise der Kursarbeiten werden diskutiert und durch Abstimmung beschlossen. Die übliche Arbeitsweise im Kurs ist also die des Projektes: Die einzelnen Aufgaben werden oft in Einzel- oder in Partnerarbeit vorbereitet und im Plenum zusammengetragen. Wenn der Kurs es möchte, gibt es aber auch Phasen, in denen in klassischer Weise der Kurs wie eine Klasse gemeinsam arbeitet.

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