Differenzierungskurs Kunst & Geschichte des Städt. Leibniz-Gymnasiums besucht die Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“ in Erle

Anschauungsunterricht in der Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“ bekamen jetzt 10 Schülerinnen und drei Schüler des Differenzierungskurses „Kunst & Geschichte“ des Jahrgangs 10 mit ihrer Lehrerin Frau Pruß. Dieser Besuch war der Abschluss eines Kursabschnittes mit dem Thema Entartete Kunst – Kunst in der NS-Zeit. In beeindruckender Weise führte ein Historiker den Kurs durch die Ausstellung der NS-Dokumentationsstätte, die damals ein wichtiger NS-Stützpunkt war.

Die Dokumentationsstätte "Gelsenkirchen im Nationalsozialismus" wurde am 8. Mai 1994 an einem der wenigen erhaltenen historischen Orte in Gelsenkirchen aus der Zeit des "Dritten Reiches" eröffnet und befindet sich in einem ehemaligen Polizeigebäude von 1907. Während der NS-Zeit war das Haus unter anderem Sitz der NSDAP-Ortsgruppenleitung Buer-Erle.

Der Bezug zur lokalen Geschichte erschütterte die Schülerinnen besonders.

„Eine Ärztin des Gelsenkirchener Gesundheitsamtes, die für den Tod von ca. 300 Kindern verantwortlich war, wurde später nie zur Rechenschaft gezogen und hat tatsächlich bis zu ihrer Pensionierung dort weitergearbeitet.“

 „Die NS-Zeit prägte das Stadtbild von Gelsenkirchen. Der Erfinder der Gaskammern war auch ein Gelsenkirchener und wurde nie zur Rechenschaft gezogen.“

„Ein Volksempfänger (Radio) den man nie ausschalten konnte. Er war günstiger als andere Medien und verbreitete Propaganda über Hitlers Regime.“

Unter anderem entdeckten die Schüler*innen, dass es in Gelsenkirchen-Buer noch zwei Skulpturen aus der NS-Zeit gibt. Die Herta von Josef Thorak (1927) an der Reichsbank (jetzt ein Restaurant) und die Olympia von Fritz Klimsch (1936) mit dem Standort am Busbahnhof Buer.

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