Mint - Chemie Individuelle Förderung

Im Pflichtunterricht erfolgt individuelle Förderung unter anderem durch Binnendifferenzierung. Hierzu werden Vorschläge in den Unterrichtsvorhaben der Lehrpläne angegeben.

Darüber hinaus fördert das Leibniz-Gymnasium Schüler/-innen im Fach Chemie durch zahlreiche Arbeitsgemeinschaften, Wettbewerbe und Angebote im Wahlpflichtbereich, durch Leistungskurse, Facharbeiten und besondere Lernleistungen und in den Neigungskursen, um Begabungen, Interessen und Neigungen gerecht zu werden.

Sekundarstufe I

Differenzierungskurs Biochemie

Im Fach Biochemie werden Inhalte aus der Biologie mit Inhalten aus der Chemie verknüpft. Die Fachlehrerinnen achten hierbei besonders auf handlungs- und problemorientierten Unterricht, der aus der unmittelbar erlebten Umgebung der Schüler/ -innen stammt. Einen großen Stellenwert haben daher Schülerexperimente.

So untersuchen die Schüler/ -innen was  es mit limnischen Eruptionen in Afrika auf sich hat, wie ein Öltropfen schweben kann und bauen eine chemische Ampel.

Desweiteren beschäftigen sie sich mit Diffusionsvorgängen, um zu erklären, wie Pflanzen Wasser aufnehmen können. Osmotische Veränderungen werden mittels Mikroskope beobachtet.

Ein weiteres großes Inhaltsfeld bildet die Lebensmittelchemie. Hier untersuchen die Schüler/ -innen das beliebte Getränk Cola auf ihre Inhaltsstoffe mittels verschiedener Trennverfahren sowie auf die Auswirkung von zu hohem Colakonsum auf den Organismus. Anschließend stellen die Schüler/ -innen einen Fruchtwein her und untersuchen die Aufgabe von Hefezellen. Sie lernen die Eigenschaften und Gefahren von Ethanol kennen und können den Alkoholgehalt bestimmen.

Eine Besonderheit in diesem Wahlpflichtkurs bestand bisher darin, dass zu Beginn der Jahrgangsstufe 8 alle Schülerinnen und Schülern des Kurses verpflichtend am Wettbewerb „Chemie entdecken“ teilnahmen, der von der Universität Köln angeboten wurde. Nachdem dieser Wettbewerb nun leider nicht mehr angeboten wird, haben sich die Chemielehrerinnen auf die Suche nach einem vergleichbarem Wettbewerb gemacht und diesen in der "JuniorScienceOlympiade" gefunden.

Dabei handelt es sich - wie bei Chemie entdecken - um einen Experimentalwettbewerb für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I aller Schulformen in NRW. Er stellt als Aufgabe chemische Experimente, die mit einfachen Mitteln zu Hause durchgeführt werden können, wobei inhaltlich jeweils ein Alltagsphänomen im Mittelpunkt steht. Über diese Experimente soll schriftlich berichtet werden. Für verschiedene Jahrgänge gibt es Zusatzfragen, die ebenfalls zu beantworten sind. Der Wettbewerb soll zum Experimentieren anregen und anleiten, Alltagsfragen aufgreifen, interessante Aspekte der Chemie unserer unmittelbaren Umgebung entdecken lassen und Interesse an der Chemie auch außerhalb des Unterrichts wecken. Er eignet sich deshalb besonders zur individuellen Förderung.

Bericht zum IJSO 2017

8.1 Chemische und biologische Grundtechniken - Wasser und seine Bedeutung

Im ersten Teil dieses Halbjahres werden wir uns mit einigen biologischen und chemischen Techniken beschäftigen wie Lösen, Kristallisieren, Fällen, Reinigen. Danach wird es um die Frage gehen: Um welchen Stoff handelt es sich?

Wir werden Stofferkennung anhand von Eigenschaften und typischen Nachweisreaktionen durchführen.

Im zweiten Teil befassen wir uns mit Wasser als Lösungsmittel. Wir stellen Kältemischungen her und untersuchen die Funktionsweise von Taschenwärmern. Dabei interessiert uns vor allem die Kristallbildung.

Wir machen einen Ausflug in „Gefährliches Wasser“ (Limnische Eruptionen) und untersuchen die Vorgänge bei Vulkanausbrüchen mit Kohlenstoffdioxidfreisetzung.

Wir wollen anschließend eine „Chemische Ampel“ bauen, indem wir farbige Lösungen herstellen und schichten. Nur bei geschicktem Arbeiten gelingt diese Ampel.

Anschließend wird es mehr biologisch. Wir untersuchen den Aufbau von Pflanzenzellen mit dem Mikroskop. Anschließend analysieren wir mit geeigneten Experimenten die Aufnahme und Abgabe von Wasser durch die sogenannte Diffusion und Osmose. Wir übertragen die Kenntnisse auf den Wassertransport in Pflanzen und fragen uns, wie das Wasser in die Blätter hoher Bäume kommt.

8.2 Lebensmittelchemie und Ernährung

Aus dem riesigen Bereich der Lebensmittelchemie wollen wir einen kleinen Ausschnitt herausgreifen und uns mit Cola, dem Vitamin C und Farbstoffen in Lebensmittel und der Natur befassen.

Zunächst untersuchen wir Cola und Cola light, dem wir die Inhaltsstoffe identifizieren und miteinander vergleichen. Wir beschäftigen uns mit der Wirkung der einzelnen Inhaltsstoffe wie z.B. Phosphorsäure oder Zucker auf den Geschmack. Wir stellen farblose Cola her und befassen uns mit der Herstellung des Farbstoffs in Cola. Und wir stellen fest: In Cola löst sich kein Fleisch auf.

Danach wird es etwas gesünder. Zunächst geht es um Vitamin C, seine Entdeckung und seine Funktion im menschlichen Körper. Viele Seeleute starben an Skorbut. Die Krankheit, die auf Vitamin C Mangel beruht, war schon den alten Ägyptern 1500 Jahre vor Christus bekannt. Dennoch hielt man sie bis ins 16. Jahrhundert für nicht heilbar, weil man die Ursachen nicht kannte.

Wir befassen uns mit der Entdeckung und Aufgabe der Vitamine. Wir untersuchen verschiedene Lebensmittel (Obst, Gemüse, Säfte...) auf ihren Vitamin C Gehalt und messen, durch welche Behandlungsarten Vitamin C am stärksten zerstört wird und wie man Lebensmittel schonend behandelt. Danach lernen wir Vitamin C als Lebensmittelzusatzstoff kennen, z.B. in Wurstwaren.

Im dritten Teil des Halbjahres befassen wir uns mit Farbstoffen in der Natur und speziell in Lebensmitteln. Wir gehen der Frage nach, ob blauer Blumenkohl wohl schmeckt und wie die Farbe von Lebensmitteln unser Essverhalten beeinflusst. Wir extrahieren Blattfarbstoffe aus Pflanzen und analysieren die Zusammensetzung mit Hilfe der Papier- oder Dünnschichtchromatographie. Wir untersuchen Lebensmittel auf zugesetzte Farbstoffe (z.B. in Schokolinsen oder Pudding) und identifizieren diese Farbstoffe. Zum Schluss befassen wir uns dann mit dem Färben mit Naturfarbstoffen, z.B. Indigo

9.1 Mikrobiologische Herstellung von Lebensmitteln

Die Mikrobiologie spielt bei der Herstellung von Lebensmitteln eine wichtige Rolle. Bakterien, Pilze und Hefen sind an vielen Prozessen beteiligt. Wir wollen uns mit den Hefen befassen und einen Fruchtwein herstellen und ihn anschließend untersuchen. Dabei gehen wir der Frage nach, wie und unter welchen Bedingungen die Hefen den Alkohol produzieren. Wir bestimmen den Alkoholgehalt verschiedener Getränke und behandeln die chemischen und physikalischen Eigenschaften von Ethanol. Die Wirkung und die Gefahren des Alkoholkonsums werden ausführlich angesprochen.

Ein Lebensmittel, das ebenfalls mikrobiologisch hergestellt wird, ist Essig. Wir befassen uns mit der Herstellung und den Eigenschaften von Haushaltsessig. Wir gehen der Frage nach, welche Säuregehalte in Essig zu finden sind und bestimmen sie experimentell. Abschließend beschäftigen wir uns mit den Verwendungsmöglichkeiten im Alltag. Wir stellen Grünspan her und untersuchen seine Eigenschaften und analysieren weitere Salze der Essigsäure.

9.2 Haushalts- und Waschmittel: Nutzen – Gefahren – Gefährdung der Umwelt

Wir stellen Seife aus Fett her und untersuchen die Waschwirkung von Seifen. Dann klären wir, was hartes Wasser ist, wie man die Wasserhärte misst und wie man Wasser enthärten kann.

Wir untersuchen die Zusammensetzung moderner Wasch- und Reinigungsmittel. Dort finden wir Tenside, Komplexbildner, Bleichmittel und optische Aufheller. Wir lernen Nachweismethoden für diese Inhaltsstoffe kennen und bauen selber ein modernes Waschmittel nach. Wir befassen uns mit der Waschwirkung von Tensiden und entwickeln Rezepte für Seifenblasenlösungen.

Danach geschäftigen wir uns mit Kalkreinigern im Haushalt und klären, warum sie Essigsäure oder Zitronensäure (Zitruskraft) enthalten.

Neigungskurse

Neigungskurse finden in den Jahrgangsstufen 7 & 8 statt und umfassen eine Schulstunde pro Woche. In diesen Kursen sollen Inhalte aus dem Alltag der Schüler/ -innen im Vordergrund stehen. Der Fokus  wird dabei auf das eigenständige Erfahren und selbstständige Handeln gesetzt.

unsere Angebote:

NaTeWe

Durch die Einführung von Neigungskursen können den Schülern/ -innen im Fach Naturwissenschaft-Technik-Werken für ihr späteres selbstständiges Leben sowie deren Gestaltung wichtige handwerkliche Grundkompetenzen vermittelt werden. Daher steht im Vordergrund des Unterrichts das Erlernen und Verwenden von handwerklichen Gegenständen und Werkstoffen, mit welchen die Schüler/ -innen Werke aus dem Bereich der Naturwissenschaften erschaffen und deren Funktion und Hintergrund untersuchen.

Unter anderem wird hier ein Bindeglied zwischen mathematischem, naturwissenschaftlichem und technischem Wissen und praktischer Anwendung geschaffen.

NaTeWe Berich_2017_1

NaTeWe Bericht_2017_2

Arbeitsgemeinschaften

Chemische Experimente mit Lebensmitteln

Was haben Lebensmittel eigentlich mit Chemie zu tun? Das und vieles mehr erforschen die Schüler/ -innen in dieser Arbeitsgemeinschaft für die Klassen 5 & 6. Dabei geht es zum Beispiel um das Aufpusten eines Luftballons mit Backpulver und Essigessenz oder das Entfärben von Lebensmitteln. Die Schüler/ -innen entwickeln ebenso eine Zaubertinte, die nur von ihnen entziffert werden kann. Interessierte Schüler/innen können anschließend auch am Wettbewerb "Chem-pions" teilnehmen. Mehr dazu unter Wettbewerbe.

Wettbewerbe

Interessierten Schülerinnen und Schülern wird die Teilnahme an den drei Experimentalwettbewerben Chem-pions, Dechemax und IJSO (JuniorScienceOlympiade) empfohlen. Diese lassen sich grob auf die unterschliedlichen Jahrgangsstufen aufteilen:

Chem-pions: Klasse 5-7

IJSO: bis 16 Jahre

Dechemax: Klasse 7 - 11 (empfohlen ab Klasse 9)

Bei allen Wettbewerben stehen das Experiment und seine Auswertung im Vordergrund. An einem der drei Wettbewerbe, der JuniorScienceOlympiade, nehmen alle Schüler/ -innen in Bio-Chemie gemeinsam teil. Diese ersetzt den nicht mehr angebotenen experimentellen Wettbewerb "Chemie entdecken".

Darüberhinaus können die Schüler/innen zusätzlich an Jugend forscht und der ChemieOlympiade teilnehmen. Die Schüler/innen der Klasse 9 können desweiteren sich schon einmal am Wettbewerb "Chemie die stimmt" ausprobieren.

Mit Dechemax auf Tauchstation (2017-1)

Mit Dechemax auf Tauchstation (2017-2)

Experimentieren mit Chempi (2017)

Geniales Gemüse (IJSO 2017)

Exkursionen

Neben den innerschulischen Erfahrungen bietet das Leibniz seinen Schülern (im Klassenverband) weitere außerschulische Angebote im Mint-Bereich an. Bei diesen lernen die Schüler/innen handlungsorientiert Phänomene und Vorgänge aus ihrem Leben kennen.

Eine Übersicht unserer Exkursionen:

Sekundarstufe II

Leistungskurse

Das Leibniz-Gymnasium kann auch im Fach Chemie dem großen Interesse der Schülerschaft an den Naturwissenschaften gerecht werden und so kommt jedes Jahr ein Leistungskurs mit ca. 20 Schüler/ -innen zustande.

Projektkurs

Die Schülerinnen und Schüler konnten bisher im Rahmen ihrer Schullaufbahnplanung in der Qualifikationsphase einen Projektkurs zum Thema "Vom Ei zum Lifestyle" wählen.

In den letzten Jahren beherrschen zwei Themen die chemische Forschung, die „neuen Materialien" und die „Life Science". Dieser Begriff steht für eine Schnittmenge aus Forschungsfeldern der Biologie, Medizin, Chemie und Technik, wobei aus der Chemie diejenigen Teilgebiete einfließen, die mit lebenden Organismen zu tun haben.

Komplexlösungen

Wir vertiefen unsere Kenntnisse über die Biomoleküle in unserem Körper, die Lebensmittel, die wir ihm zuführen, die Pflegemittel und Kosmetika, mit denen wir unsere Haut reinigen, schützen und verschönern, die Medikamente, mit denen wir unsere Gesundheit erhalten oder ihre Wiederherstellung unterstützen und die Textilien, mit denen wir uns kleiden.

Der Projektkurs soll eine intensivere, experimentell orientierte Auseinandersetzung mit einzelnen dieser Themengebiete ermöglichen. Der Projektkurs ist dem mathematisch-naturwissenschaflichen Aufgabenfeld zugeordnet. Das Referenzfach ist Chemie.

Mögliche Projektfelder, aus denen die Teilnehmer selbstständig ein individuelles Projekt wählen können:

Chemie der Oxalsäure, Gewürze, Süßstoffe, Zuckeraustauschstoffe, Milch, Ei, Fette, Optische Aktivität, Kohlenhydrate, Ascorbinsäure, Chemie der Zitrone, Tenside und Waschmittel, Komplexe, Aspirin, Sonnenschutzmittel, Geschmacksverstärker, Haarkosmetik, Genetischer Fingerabdruck, Cellulose und Papier, Cyclodextrine, Klebstoffe, Superabsorber, Proteinfasern und Polyamide, Chemie des Titandioxids, Aromastoffe in Lebensmittel.

In den vergangenen Jahren wurden folgende Projektthemen bearbeitet:

  • Herstellung und Optimierung von farbstoffsensibilisierten organischen Solarzellen
  • Photometrische Bodenanalyse auf Pflanzennährstoffe
  • Untersuchung der Wechselwirkung von Licht und optisch aktiven Stoffen
  • Biologische Gewässeruntersuchung – Mühlenbach in Gladbeck
  • Ist schmutziges Wasser gleich verschmutzt?
  • Bleichmittel und Bleichen – chemisch gesehen
  • Komplexchemie
  • Identifizierung von Gasgemischen mit einem einfachen Gaschromatographen
  • Zuckerersatzstoffe am Beispiel von Süßstoffen und Zuckeralkoholen
  • Tenside
  • Coffein – Schlaf ist kein Ersatz
  • Coca Cola – Mehr als nur gezuckertes Wasser?
  • Synthese von Aspirin
  • Cyclodextrine
  • Brennwertbestimmung mit einfachen Mitteln
  • Duftstoffe
  • Schöne Zähne

Chemie AG: PSE "mal" anders

In der Chemie AG arbeiten Schüler/ -innen der Oberstufe an der neuen Gestaltung eines individuellen - den Ansprüchen des Unterrichts gerechtwerdenden- Periodensystems. Da das Periodensystem im Chemieraum für die Sekundarstufe I aufgrund seines Alters starke Gebrauchsspuren aufweist, haben sich ein paar fachkundige Schüler/ -innen unter der Leitung von Frau Winkelmann aufgerafft und planen ein neues PSE. Dieses soll allen Anforderungen genügen und zusätzlich auch durch die künstlerische Kreativität der Schüler/ -innen etwas ganz besonderes sein.

Periodensystem

Exkursionen

In der Einführungsphase besuchen die Schüler/ -innen zur Unterrichtseinheit vom Alkohol zum Aromastoff das SEPP an der Universität Essen und lernen damit das Arbeiten an einer Universität im Labor kennen.

 

Hier geht es zum Bericht vom SEPP (2017)

In der Qualifikationsphase besuchen sie wahlweise die Raffinerie der BP in Gelsenkirchen oder das Alfried-Krupp-Schülerlabor in Bochum.

ein Einblick in die Exkursion zur Universität Bochum

Die bereits bestehende Zusammenarbeit mit BP Gelsenkirchen (http://www.bp.com/de_de/germany/ueber-bp/aktivitaeten-in-deutschland/raffinerie-gelsenkirchen.html) im Rahmen der Berufsorientierung wurde im Schuljahr 2014/15 auf den Bereich Chemie ausgeweitet. Seither findet in der Q1 im Rahmen der Unterrichtsreihe „Vom Erdöl zum Anwendungsprodukt“ eine Exkursion des Chemie-Leistungskurses zur Raffinerie in Gelsenkirchen-Scholven statt. Sofern Plätze frei sind, wird auch interessierten Grundkurs-Schülern die Teilnahme ermöglicht.

In den werkseigenen Schulungsräumen erhalten die Schüler zunächst eine Einführung zur Rohölverarbeitung in Gelsenkirchen. Dies dient der Vorbereitung einer Werksrundfahrt, die die Komplexität eines solchen chemischen Betriebs eindrucksvoll zeigt. Um eine Vorstellung vom Tätigkeitsfeld eines Chemikanten zu bekommen, gehört der Besuch einer Leitwarte zur Werksrundfahrt.

Auch die Besichtigung der Ausbildungslabore von BP sowie Informationen zu Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der chemischen Industrie stehen bei dieser Exkursion auf dem Programm. Von besonderem Interesse sind dabei für die Schüler der Kontakt mit Auszubildenden, die aus erster Hand von Auswahlverfahren und anschließender Ausbildung berichten können.

Um auch einen Einblick in die Produktion eines Alltagsprodukts zu erhalten, schließt der Exkursionstag mit einem Besuch der Firma Sabic (https://www.sabic.com/europe/gelsenkirchen/de/). Diese produziert aus den Rohstoffen der Raffinerie auf dem Werksgelände der BP die Kunststoffe Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE). Beide Kunststoffe sind aus dem Alltag bekannt (z.B. Zahnbürsten, Frühstücksdosen etc.).

Die Schülerinnen und Schüler besichtigen das Kunststoff-Technikum und können die Funktionsweise eines Extruders hautnah miterleben. Außerdem wird der Kurs durch die Prüflabore geführt und lernt verschiedene Methoden der Qualitätskontrolle in der Kunststoffproduktion kennen.

ein Einblick in die Exkursion zur Raffinerie BP

 

Wettbewerbe

Die Schüler/ - innen in der Einführungsphase werden motiviert an "Chemie die stimmt" teilzunehmen. Jährlich müssen zu Beginn des Schuljahres Fragen zu chemischen Sachverhalten passend zu den Unterrichtsinhalten beantwortet und dann bei einer Chemielehrerin abgegeben werden.

Für die Klassen 10 und 11 bietet sich desweiteren "Dechemax", ein Experimentalwettbewerb an, der jährlich im November stattfindet. Das Besondere an dem Wettbewerb ist, dass die Schüler Phänomene mittels Experimenten untersuchen sollen. Die Fachschaft Chemie bieten besonders interessierten Schüler dann die Möglichkeit in der Chemiesammlung der Schule zu experimentieren.

Ein etwas schwierigerer Wettbewerb ist die Olympiade, die jedes Jahr vor den Sommerferien startet. Zur Vorbereitung auf den Wettbewerb können die Schüler/innen vorher an Vorbereitungsseminaren der Universität Duisburg-Essen teilnehmen.

Besonders interessierte Schüler/ -innen können auch am Wettbewerb „Jugend forscht“ teilnehmen, in welchem sie sich mit einem Problem, das sie interessiert beschäftigen. Zur Lösung des Problems nutzen sie naturwissenschaftlichen, technischen oder mathematischen Methoden und können dazu unter fachkundiger Unterstützung die Materialien der Chemiefachschaft benutzen.

Erfolge bei Dechemax (2017-1)

Erfolge bei Dechemax (2017-2)

Vorbereitungsseminar zur IChO an der Uni Essen (2017_1)

Vorbereitungsseminar zur IChO an der Uni Essen (2017_2)

Erfolge bei der Olympiade (2017-1)

Facharbeiten

Alle Schülerinnen und Schüler müssen in der Qualifikationsphase eine kleine wissenschaftliche Arbeit schreiben oder in einem Projekt wissenschaftlich begründet kreativ ein Produkt schaffen. An unserer Schule ersetzt die Facharbeit die erste Klausur in der Q1.2. Schülerinnen und Schüler, die in der Q2 einen Projektkurs belegen, müssen keine Facharbeit schreiben.

Die formalen Hinweise und Kriterien für Facharbeiten und Projektarbeiten sind ähnlich, allerdings lässt eine Projektarbeit auch Raum für andere Objekte: Man kann Filme drehen, Leinwände gestalten, literarisch tätig sein, komponieren oder auf anderen kreativen Wegen ein Produkt schaffen.

Indigo-Synthese

Im Fach Chemie werden Facharbeiten mit einem experimentellen Teil geschrieben, die Schülerinnen und Schüler finden ein zu ihrer Interessenlage passendes Thema und forschen ein Stück weit selber mit so viel Anleitung, wie individuell nötig. Sie stellen sich wie ein Forscher selber Fragen und machen sich auf den Weg, diese zu beantworten.

Themenbeispiele aus den vorigen Jahren:

  • Vergleichende Bestimmung des Fluoridgehalts in Zahncremes
  • Zerfall von Acetylsalicylsäure unter verschiedenen Lagerbedingungen
  • Herstellungsverfahren von Duftölen
  • Erde als Ionenaustauscher
  • Oszillierende chemische Reaktionen
  • Vergleich quantitativer Analyseverfahren zur Bestimmung des Gehalts von Acetylsalicylsäure
  • Zahnbleaching
  • Flüssigkristalle
  • Vergleich quantitativer Verfahren zur Bestimmung von Sauerstoff in Leitungswasser
  • Rote Schreibtinte und Tintenkiller
  • Bedeutung von Pektin in der Süßwarenindustrie
  • Verwendung und Funktion von Cyclodextrinen
  • Analyse von Vitamin C in Retard-Kapseln
  • Die Grätzelzelle
  • Verfahren zur Blutzuckermessung
  • Funktionsweise und Verwendung von Aktivkohlehandwärmern
  • Lithium-Ionen-Akkumulatoren
  • Wirkung von Bleichmitteln in Waschmitteln
  • Untersuchung elektrochemischer Reaktionen einer Zitronenbatterie
  • Die Besonderheiten des Energy Drinks bezüglich Coffein, Taurin und Glucose
  • Überprüfung der Effizienz des Leclanché-Elements mit Aluminium anstatt Zink und mit Variationen des Elektrolyten
  • Spaltung von Stärke durch α-Amylase und die quantitative Messung des Produkts Zucker
  • Durchführungen von Modifikationen einer Birch-Reduktion unter besonderer Betrachtung der Eliminierung von Hydroxygruppen in aromatischen Systemen mit Alkalimetallen in flüssigem Ammoniak unter geeigneter Wahl eines selektiven Protonendonators
  • Aktuelles zu Facharbeiten in 2017
 

Aktuelles zu Facharbeiten in 2017

Besondere Lernleistungen

Die besondere Lernleistung wie die Facharbeit stellen die Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe vor die für sie neuartige Anforderung einer besonderen wissenschaftspropädeutischen oder künstlerischen Arbeit. Die besondere Lernleistung unterscheidet sich von einer Facharbeit in ihren erheblich weitergehenden Anforderungen hinsichtlich Umfang, Wissenschaftsorientierung und Eigenständigkeit der Leistung.

Der schriftliche Teil der besonderen Lernleistung geht über die Ziele und Anforderungen der Facharbeit hinaus. Er unterscheidet sich von ihr
• durch einen höheren Grad an Eigenverantwortlichkeit und Selbstständigkeit
• durch ein höheres Anforderungsniveau und eine komplexere Aufgabenstellung
• im größeren Anteil originärer und empirischer Forschung
• im Umfang und der zeitlichen Anlage
• im höheren Anspruch an die wissenschaftliche Vertiefung und sprachliche Verarbeitung
• in den vielfältigeren thematischen und methodischen Gestaltungsmöglichkeiten.
Der Umfang des schriftlichen Teils einer besonderen Lernleistung sollte etwa 30 Textseiten umfassen.

Das abschließende Kolloquium dient der Präsentation des Arbeitsergebnisses, der Überprüfung des fachlichen Verständnisses des gewählten Themas oder Problems sowie der Reflexion verschiedener Erkenntnisperspektiven. Die Schülerin bzw. der Schüler stellt im ersten Teil des Kolloquiums in einem zusammenhängenden Vortrag, i. d. R. unterstützt von adäquaten Präsentationsmaterialien, mit fundierten Kenntnissen zu Zielen, Methoden, nhaltlichen Details und Ergebnissen ihre oder seine Arbeit vor und weist sich damit als Autorin oder Autor aus. In dem sich anschließenden Prüfungsgespräch werden die Erkenntnisse und die Beherrschung weiter reichender und größerer fachlicher und überfachlicher Zusammenhänge sowie Handlungs- und Transfermöglichkeiten thematisiert.

Eine Besondere Lernleistung:

"Über die Eigenschaften und Farbigkeit von Alkalimetallpolysulfiden und Metallsulfiden"

Eine konkrete Besondere Lernleistung im Fach Chemie ging aus einer Teilnahme an der "Chemieolympiade" hervor. Ein Aufgabenbereich aus der dritten Runde wurde von Emanuel Matusch theoretisch und experimentell vertieft unter dem Titel "Über die Eigenschaften und Farbigkeit von Alkalimetallpolysulfiden und Metallsulfiden".

Aus dem Vorwort: "Das Erstaunliche an den Polysulfiden ist, dass diese sowohl in der Natur als auch in der Forschung weiter verbreitet sind, als man zunächst annehmen würde.

  • Was hat die Totenmaske eines Pharaos mit Polysulfiden zu tun?
  • Und was hat es mit einer Schwefelleber auf sich?
  • Alle diese Fragen und einiges mehr werden in der Abhandlung beantwortet."

Für Interessierte gibt es den schriftlichen Teil Alkalimetallpolysulfide.doc zum Download.

Abiturpreis

Jährlich verleiht die Gesellschaft Deutscher Chemiker den GDCh-Abiturpreis. Dies ist ein Preis für die beste Abiturientin oder den besten Abiturienten im Fach Chemie. Das Leibniz-Gymnasium vergibt den Preis jedes Jahr bei den Abiturfeierlichkeiten.

Der Preis beinhaltet:

  • ein einjähriges kostenfreies Abonnement bei der Zeitschrift "Chemie in unserer Zeit"
  • eine Urkunde
  • eine einjährige kostenfreie GDCh-Mitgliedschaft mit kostenlosem Bezug der monatlichen Zeitschrift "Narichten aus der Chemie"

Abiturpreis 2016

Abiturpreis 2017

Berufsorientierung

Zur Berufsorientierung der Schüler bietet uns u.a. die Hochschule Ruhr West Workshops an. Zusätzlich können die Schüler/innen der Einführungsphase ein Praktikum bei Evonik, BP oder an der Hochschule Ruhr West machen. Für weitere Informationen zu einem Praktikum an der Hochschule Ruhr West klicken Sie hier.

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