„Alternde Menschen sind wie Museen: Nicht auf die Fassade kommt es an, sondern auf die Schätze im Innern.“ (Jean Moreau)

Der demographische Wandel sorgt dafür, dass unsere Gesellschaft immer weiter altert. Das Alter in einer alternden Gesellschaft wie der unseren ist durch einen Rollenverlust gekennzeichnet, da die einhellige Vorstellung vorzuherrschen scheint, dass der alte Mensch nicht mehr gebraucht wird. Doch diese Vorstellung, ausgehend von einem sog. Defizitmodell, geht an der Realität vorbei. Es kommt darauf an, die Stärken des Alters zu erkennen und auch zu nutzen.

Altern muss nicht Abbau und Verlust bedeuten, sondern kann in vielen Bereichen geradezu Gewinn sein, eine Zunahme von Kompetenzen und Potenzialen, und damit eine Chance – für den Einzelnen und die Gesellschaft. Gleichzeitig geht Altern aber einher mit dem Verlust körperlicher und kognitiver Fähigkeiten.

Im Projektkurs Pädagogik soll dieses in der Gesellschaft vorherrschend Bild von älteren und alten Menschen kritisch hinterfragt und ein realistisches Bild vom Alter gezeichnet werden. Dabei beschäftigt sich der Projektkurs mit folgenden Themen:

  • Verhältnis zu älteren/alten Menschen in unserer Gesellschaft
  • Entwicklungspsychologie des Alters
  • Entwicklungsaufgaben im Alter
  • realistische Altersbilder – vom Defizit- zum Kompetenzmodell
  • Erkrankungen im Alter, v.a. versch. Formen der Demenz
  • Geragogik – Pädagogik des Alters
  • Abschließend: Projekt zur Förderung des Kontaktes zwischen Alt und Jung (z.B. im Seniorenwohnheim, beim Seniorentreff der Kirchengemeinde, etc.)

Darüber hinaus bietet der Projektkurs Platz für eigene Interessensfelder.

Beispiele für Projekte:

  • Wie wirkt sich Demenz auf das Leben der betroffenen aus?
  • Osterbasteln – Förderung von Aktivität und Motorik durch handwerkliches Basteln
  • Kochen der Generationen
  • Improvisationstheater mit Senioren und Seniorinnen
  • Musiktherapie bei Demenz
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