Veranstaltung der Fachschaften Musik und Kunst zum Thema "Liebe"

Am 20. April fand am Leibniz-Gymnasium in Gelsenkirchen ein vielseitiger Musik- und Kunstabend statt, der ganz im Zeichen des Themas „Liebe“ stand. In der Aula präsentierten die Schülerinnen und Schüler ein abwechslungsreiches Programm, bei dem eindrucksvoll deutlich wurde, dass der gesamte EF Musikkurs in der Lage war, gemeinsam zu musizieren. Zum Einsatz kamen dabei unter anderem Geige, Klavier, E-Bass, E-Gitarre, Schlagzeug sowie Gesang. Herr Parsiegel spielte den Liebestraum von Franz Liszt, welcher auch gleichzeitig Ausgangspunkt für die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Liebe war. Auch Herr Gerz überzeugte mit einer Kombination aus Gesang und Klavier. Ergänzt wurde das Programm durch weitere Beiträge, unter anderem mit Querflöte, die das musikalische Spektrum zusätzlich bereicherten.

Zwischen den einzelnen Auftritten wurde deutlich, wie vielfältig Liebe interpretiert werden kann – sei es als Freude, Sehnsucht, Hoffnung oder auch Schmerz. Diese Bandbreite spiegelte sich sowohl in der Songauswahl als auch in der Art der Präsentation wider.

Den krönenden Abschluss bildete ein gemeinsamer Auftritt aller Mitwirkenden. Zusammen sangen sie drei Lieder, die das Publikum noch einmal mitrissen und für einen besonders eindrucksvollen Ausklang sorgten. Die Stimmen vereinten sich zu einem harmonischen Gesamtklang, der den Geist des Abends perfekt einfing.

Im Anschluss nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, die Kunstausstellung zu besichtigen, die sich ebenfalls dem Thema „Liebe“ widmete und den gelungenen Abend kreativ ausklingen ließ.

Diese gemeinsame Veranstaltung der Musik- und Kunstfachschaft hinterließ bei allen Anwesenden einen bleibenden Eindruck und zeigte, wie verbindend Musik und Kunst sein kann – gerade, wenn sie sich einem so zeitlosen Thema wie der Liebe widmet.

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Was haben romantische Liebe und eine Drucktechnik wie die Radierung miteinander zu tun? Auf den ersten Blick vielleicht gar nichts. Liebe klingt nach Gefühlen, nach Herzklopfen – Radierung eher nach Kunstunterricht und Metallplatten. Aber wenn man genauer hinschaut, gibt es da eine ziemlich spannende Verbindung.

In der Epoche der Romantik ging es Künstlern vor allem darum, das Innere, das Subjektive sichtbar zu machen. Und genau das passt wieder zur Technik des Tiefdrucks:

Die Farbe kommt aus den Vertiefungen der Platte – also buchstäblich aus der „Tiefe“. Das ist fast wie ein Bild dafür, dass Gefühle aus dem Innersten nach außen getragen werden. Ein weiterer Punkt ist die Verbreitung. Durch Drucktechniken konnten Bilder vervielfältigt werden. Das heißt: Motive wie Liebende in der Natur, Sehnsucht oder Einsamkeit wurden für viele Menschen zugänglich. So hat sich auch eine gemeinsame Vorstellung von romantischer Liebe entwickelt. Auch in der Kunst selbst sieht man diese Verbindung. Künstler wie Rembrandt haben Radierungen geschaffen, die oft sehr emotionale, manchmal melancholische Szenen zeigen. Und selbst Symbole wie das Herz tauchen in einem Kontext auf, der an das Einritzen erinnert – zum Beispiel, wenn Initialen in Baumrinde geschnitzt werden.

Man kann also sagen: Die Verbindung zwischen romantischer Liebe und Radierung ist zwar nicht direkt, aber sie liegt in den Bildern und Bedeutungen. Beide drehen sich um Tiefe, um Spuren und um das, was unter der Oberfläche liegt.

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